Hallo,
ich heiße André. Seit einem halben Jahr gehöre ich zum Kreis der Ehemaligen. Es fühlt sich gut an ein Weizenkorn zu sein. Zurzeit wohne ich in Ulm, um dort mein Studium zu Ende zu führen, aber ich komme regelmäßig nach Lindau ins Weizenkorn, zu Besuch oder zur Ehemaligengruppe. Über Weihnachten und Neujahr bin ich auch dort gewesen - es war wunderschön - und ich freue mich auch schon wieder auf den gemeinsamen Elba-Urlaub im Sommer. Das Weizenkorn ist für mich zu einem Zuhause geworden, wo ich mich wirklich wohl fühle.

Während meiner Therapie bin ich immer ganz fasziniert davon gewesen, welchen Rückhalt und welche Sicherheit die Mitarbeiter im Glauben finden. Ich selbst bin atheistisch aufgewachsen und immer sehr skeptisch gewesen, was Glaubensdinge und Religion betrifft, aber im Weizenkorn wirkte alles meist sehr natürlich, wahrhaftig und ungezwungen, so dass ich dann doch neugierig geworden bin und mich langsam an den Glauben herangetastet habe. Geholfen hat mir dabei sicherlich, dass Glaube und Gottesdienste im Weizenkorn nicht zur Pflicht erhoben worden sind.

Das hätte mich bestimmt gleich wieder abgeschreckt. Im Weizenkorn wird zum Glück nicht so viel über Glauben geredet - die meiste Zeit beschäftigt man sich dann doch mit "weltlichen" Dingen wie Arbeitstherapie, aber die Sicherheit und das tiefe Vertrauen der Mitarbeiter, dass Gott uns Menschen liebt und seine Freude daran hat, wenn wir leben, lachen, lieben, das war im Hintergrund immer spürbar und hat einen Boden bereitet, auf dem erst alles andere wachsen konnte. Jedenfalls ging es mir so.

Ich bin sehr froh, dass ich vor 3 Jahren beim Weizenkorn angerufen habe. Ich weiß noch, Silvi war am Telefon, aber das führt jetzt zu weit. Heute bin ich froh ein Weizenkorn zu sein. Ich werde es bestimmt nie vergessen!

   Herzliche Grüße, André